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Die Entwicklung eines Testschranks

Berufsbildende Schule gewerblich-technischer Fachrichtung des Lahn-Dill-Kreises Europaschule des Landes Hessen

Die Entwicklung eines Testschranks

zur Überprüfung qualitätsrelevanter Merkmale (im Auftrag der Firma Janitza electronics GmbH) und weitere spannende Projekte wurden am vergangenen Wochenende von den Studierenden der Fachschule für Technik an unserer Schule präsentiert. Der Doppeljahrgang (Maschinenbau und Optik-Elektronik) arbeitete in den letzten beiden Semestern an ihren Projektarbeiten, zumeist in Kooperation mit Unternehmen der heimischen Wirtschaft. Die Studierenden absolvieren die Weiterbildung in Teilzeit, d.h. neben ihrer beruflichen Tätigkeit, so dass sie häufig Anregungen zu den Projekten aus ihrem Arbeitsbereich bekommen. Dabei kann es um eine Prozessoptimierung gehen, wie beispielsweise die Entwicklung und Fertigung einer automatisierten Wafer-Umladestation, aber auch Arbeitsschritte können automatisiert oder im Interesse der Ergonomie verbessert werden. Manchmal steckt aber auch Eigeninteresse hinter einem Projekt: So entwickelte eine Gruppe ein Automatisierungskit für Stubenwagen. Dabei soll der Stubenwagen mit einem Motor ausgestattet werden, der dafür sorgt, dass das Baby im Wagen sanft in den Schlaf geschaukelt wird. Die Projektarbeiten der Studierenden bieten die Möglichkeit, die erworbenen fachlichen Kompetenzen sowie ihre Fähigkeiten zu Teamarbeit und Eigeninitiative unter Beweis stellen. Aber auch die Unternehmen profitieren von dieser Zusammenarbeit. Herr Dietrich von Carl Zeiss Sports Optics, der als Gast an der Präsentation teilnahm, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Projektgruppe, die sich mit der Teilautomatisierung des Wasch- und Trocknungsprozesses von Zielfernrohren beschäftigte. Das erarbeitete Konzept soll demnächst im Unternehmen umgesetzt werden.

Nach den vier Jahren der Weiterbildung können die Studierenden im kommenden Frühjahr ihre Diplome als Staatlich geprüfte Techniker in Empfang nehmen. Dann starten, Anfang Februar, auch die „Neuen“: Ein Vollzeit–Semester (zwei Jahre ausschließlich schulische Weiterbildung) für die Fachrichtung Maschinenbau und die Teilzeitsemester Maschinenbau bzw. Optik-Elektronik. Diese Weiterbildung zum „Staatlich geprüfter Techniker“ erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, so die Erfahrung der in der Fachschule unterrichtenden Kolleg*innen. Fachkräfte seien immer gefragt.

Während des Studiums können auch verschiedene Zusatzprüfungen absolviert werden, die weitere berufliche Perspektiven bis hin zum Fachhochschul- bzw. Bachelorstudium an Universitäten eröffnen. Zusatzprüfungen in Berufs- und Arbeitspädagogik, Lehrgänge in Unternehmensführung und Existenzgründung sowie das Qualitätsmanagement in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd erweitern das Portfolio. Interessierte können sich bis zum 15. Oktober (Vollzeitform) bzw. 15. Dezember (Teilzeitform) anmelden.

Die Projektarbeiten der angehenden Techniker*innen:

Optimierung der EJS- Geberanlage (Niklas Pitzer, Florian Schaub)

Entwicklung und Bau eines Testschranks (Edgar Kary, Robin Rumpf, Lisa Wilbert, Jonas Wolf)

Mobiler Stubenwagen (Lukas Hofmann, Chris Keichel)

Auswaschen und Trocknen von Zielfernrohr-Rohrkörpern (Michael Schurek, Roman Frese, Christopher Heinz)

Automatisierung eines Umform- bzw. Entgradverfahrens (Sebastian Schmidt, Rosemarie Weil)

Fördersystem Graphit Compound (Laurens Rausch)

Einführung von Industrie 4.0 (Nico Lepper, Lukas Kuhl, Benjamin Heil)

Automatisierte Waferumladestation (Fabian Baumann, Tim Lenz, Karol Chmolowski)

Neukonstruktion einer Maschine zur Bearbeitung von Strukturschaumwalzen (Roman Aldag)

 

 

 

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